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Kindergarten

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Wissenswertes

Leitung des Caritas-Kindergartens:
Renate Kriegl
Kinder:
57 (Stand 2012)
Gruppen:
3
Mit 57 Kindern sind unsere Gruppen ausgelastet, d.h.24 Kinder in einer Regelgruppe, 18 in einer U3 Gruppe und 15 in einer Integrationsgruppe.

Gruppenleiterinnen:
Olga Klugsberger, Daniela Reiter, Daniela Berger
Nachmittagsbetreuung und Sprachförderung:
Renate Kriegl
Kindergartenhelferinnen:
Berghammer Ingeborg, Maria Lengauer, Laufenböck Iara
Öffnungszeiten:
Halbtags: Mo-Fr von 07.30-12.30 Uhr
Halbtags mit Mittagessen: Mo-Fr von 07.30-13.00 Uhr
Ganztags: Mo-Do von 07.30-12.00 Uhr, 13.00-16.00 Uhr; Fr von 07.30-12.00 Uhr
Ganztags mit Mittagessen: Mo-Do von 07.30-16.00 Uhr; Fr von 07.30-13.00 Uhr

Adressen:
Caritas Kindergarten Riedau
4752 Riedau - Marktplatz 95-96
Telefon (07764) 85 76
Mobil 0676 87 76 5907
kiga.riedau@gmx.at

Caritas Linz
4020 Linz - Kapuzinerstraße 84
Telefon (0732) 76 10

Im Kindergarten von von Mo-Do ein Frühdienst (mit Anmeldung) von 06.30-07.30 Uhr angeboten.

Der Kindergarten wird mit Mittagsbetrieb geführt.

An Samstagen sowie an Sonn- und Feiertagen bleibt der Kindergarten geschlossen.

Der Kindergarten ist nach Maßgabe der Bestimmungen des OÖ KBG für Kinder vom vollendeten 2 1/2 Lebensjahr bis zur Einschulung allgemein zugänglich und beitragsfrei.

Bildungsauftrag

Unser Leitsatz

Kinder auf Wegen begleiten, damit Wachsen, Entfalten, Erblühen möglich ist.

Unser Bildungsauftrag

Unseren Auftrag verstehen wir, die Kinder in der Entwicklung ihrer Kompetenzen (Selbst-, Sach-, lernmethodischen und Sozialkompetenz) zu fördern und zu begleiten.

Die Bildung und das Lernen sind die Basis für das Bestehen in der Welt und im weiteren Leben. Das Spiel dient als Baustein für das Aneigen verschiedener Kompetenzen. Wir arbeiten nach dem bundesweiten Bildungs- Rahmen-Plan und unterstützen die Kinder in verschiedenen Bildungsbereichen wie:

- Emotionale und soziale Beziehungen
- Ethik und Gesellschaft
- Sprache und Kommunikation
- Bewegung und Gesundheit
- Ästhetik und Gestaltung


Bedeutsam sind uns pädagogisch begleitete Übergänge, sogenannte Transitionen, eine christlich orientierte Werterziehung und die Offenheit für andere Kulturen und Achtung ihrer Religionen! Unseren Kindergarten zeichnet der gestaltpädagogische und reformpädagogische Ansatz aus.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der sensorischen Integration.

Unsere Konzeption liegt im Kindergarten auf und gibt Einblick in unsere pädagogische Qualität!

Durch eine jährliche Chronik wird das Leben im Kindergarten mit vielen Fotos dokumentiert.


Unsere Ziele

In erster Linie sollen sich die Kinder im Kindergarten wohl und willkommen fühlen!
Im Mittelpunkt stehen sowohl die Individualität jedes/jeder Einzelnen, als auch der Blick auf das Miteinander mit seinen Regeln und Grenzen in der Gemeinschaft im Lebensraum Kindergarten.

Wir Erleben den Jahreskreislauf, feiern Geburtstags- und kirchliche Feste.

Die Zusammenarbeit mit den Eltern der Kinder ist Teil unserer Erziehungs- und Bildungsarbeit!

Durch Öffentlichkeitsarbeit präsentiert sich der Kindergarten bei verschiedenen Gelegenheiten.







Sprache und Kommunikation

SPRACHE UND KOMMUNIKATION in unserem Kindergarten

Sprache ist der Schlüssel für Kommunikation und Bildung!
Besonders die sprachlichen Vorbilder, die den Kindern zur Seite stehen, die Anleitungen und Rückmeldungen, die sie erhalten und die Anregungen und Förderungen, die sie in ihrem Umfeld bekommen, spielen dabei eine gewichtige Rolle.
Kommunikationsprozesse laufen auf mehreren Ebenen zugleich ab: Auf der sprachlichen, der emotionalen, der sozialen und der körperlichen Ebene.

Die beste Sprachförderung findet beim aktiven Handeln statt. Wir versucnen das Tun sprachlich zu begleiten.
Positive soziale Beziehungen zu Kindern und Erwachsenen sowie emotionale Geborgenheit und Sicherheit sind die Basis für einen gelungenen Spracherwerb.
Dieses günstige Lernklima motiviert zum Weitertun, was für den Erwerb einer Zweitsprache besonders wichtig ist. Eine sprachanregende Umgebung in einem kindgerechten und lebendigen Umfeld ermöglicht es Kindern, ihre Sprachkompetenzen zu erweitern.

In unserem Kindergarten ist ein hoher Anteil türkisch sprechender Kinder, ebenfalls besuchen ungarische und bosnisch abstammende Kinder den Kindergarten! Im Sinne von Inklusion und Diversität wollen wir ihre Sprachfähigkeit unterstützen!

MEHRSPRACHIGKEIT

Sprachenvielfalt und kulturelle Unterschiede gehören zur gesellschaftlichen Wirklichkeit Europas!
Im Kindergarten haben wir die Chance, Aspekte der jeweiligen Herkunftskultur sowie der Kultur des Landes, in dem die Kinder leben, zu thematisieren.
Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen sprachlichen und kulturellen Aspekten bildet die Basis für interkulturelle Kompetenz.
Möglichst früh mit verschiedenen Sprachen in Kontakt zu kommen oder zu erlernen, ist eine wesentliche Ressource fürs Leben.

Mit dem Kindergartenbesuch beginnt für Kinder mit Migrationshintergrund eine Sozialisation, die wegen der Lebenssituation der Familie durch eine andere Sprache gekennzeichnet ist.
Die Muttersprache muss weiterhin Platz im Kindergartenalltag finden.

Pädagogisches Handeln, welches dem Kind diese Situation erleichtert und gute Bedingungen schafft, den natürlichen Zweitspracherwerb spielerisch und erlebnisorientiert zu fördern, hat große Bedeutung, sowohl für das betroffene Kind, als auch für die Gesellschaft.

Der Erstspracherwerb dieser Kinder darf mit dem Eintritt in den Kindergarten nicht unterbrochen werden. Dies würde nicht nur die Sprachbeherrschung in der Erstsprache, sondern auch die Entwicklung allgemeiner kognitiver Fähigkeiten und schulischer Bildungsprozesse behindern.
Erst wenn die Muttersprache gefestigt ist, lernt das Kind weitere Sprachen spielerisch (auch englisch, französisch,…)
Mehrsprachigkeit soll im Kindergarten für alle Kinder Realität sein.

Eine Ressource in diesem Sinne sind die Eltern.
Sie sind die ersten Partner der Kindergartenpädagogin in ihrem Streben zur Anerkennung und Förderung der Mehrsprachigkeit (sie können bei der Aussprache bestimmter Wörter helfen, beim Übersetzen,... )
Jedoch brauchen die Eltern oft Aufklärung ihrer offenen Fragen im Zusammenhang mit der kindlichen Zweisprachigkeit und die Ermutigung, die Erstsprache in der Familie zu verwenden.

Die Anerkennung der Mehrsprachigkeit soll im Kindergarten sichtbar, lesbar, hörbar und erlebbar sein. Es ist notwendig, dass die Sprachen aller Kinder berücksichtigt werden, unabhängig von der Anzahl der Kinder, die die jeweilige Sprache sprechen. Mehrsprachigkeit muss sich auf den gesamten Tagesablauf erstrecken und alle Beteiligten umfassen.

Besonders wichtig ist, den Kindern, die Deutsch als Muttersprache sprechen, Mehrsprachigkeit positiv erleb- und erlernbar zu machen. Wertschätzung der Mehrsprachigkeit äußert sich durch das pädagogische Handeln, die pädagogischen Angebote und vor allem durch die persönliche Haltung.

Voraussetzungen für eine interkulturelle Bildungsarbeit sind: Dialogbereitschaft, Transparenz, Zuhören, Akzeptanz.

Wir bemühen uns um Offenheit und das Verbindende vor dem Trennenden zu sehen

und nützen die Chance der Vielfalt , der Unterschiedlichkeit und des Gemeinsamen.

Geschichtliches

Aus dem Heimatbuch der Marktgemeinde Riedau

1862 kaufte Frau Josefa Wiesmaier, Mitglied des hl. Ordens von Carmel, das "Lumpenhäusl" in Riedau 95.

Sie gründete mit einigen Frauen und dem Herrn Pfarrer Josef Maislinger eine "Kinderbewahranstalt". Zur Finanzierung legten sie 1863 einen Schuldschein auf.

Mehrere Frauen schlossen sich der Oberin der Carmeliten an. Sie erweiterten die Kinderbewahranstalt und gründeten eine Arbeitsschule.

1863 waren neun Frauen tätig. Ab diesem Jahr trugen sie auch einheitliche Ordenskleider.

Der große Brand 1866 vernichtete auch das Gebäude der Schwestern. Graf Arco, Schloßbesitzer in Zell an der Pram und St. Martin, gewährte ihnen Unterkunft, ebenso die Pfarrer in Lambrechten und Haag am Hausruck.

Auch in Zell an der Pram wurde von den Frauen eine Kinderbewahranstalt und Arbeitsschule gegründet. 1868 erwarben sie das "Färberhaus" in Riedau Nr. 57. Dadurch erhielt die Straße den Namen "Klosterstraße".

Die Schwestern wurden auch in andere Pfarreien berufen. Der eigentliche Mittelpunkt des Ordens war Riedau geworden. Auch in Linz hatten sich einige Frauen entschlossen, diesem Orden beizutreten. Bischof Rudigier, Linz, ordnete 1877 den Zusammenschluß an.
1887 reichten die Frauen ein Gesuch ein, um eine Konzession und das Öffentlichkeitsrecht zu erhalten, was ihnen im Jahre 1892 lt. Ministerialverordnung auch gewährt wurde.

Um den Lebenunterhalt der Schwestern finanziell zu unterstützen, erlaubten die Gemeinden Zell an der Pram, Riedau und Dorf an der Pram bis zum Jahre 1909 eine jährliche Sammlung. Um das baufällig gewordene Haus zu retten, standen alle Riedauer zusammen und halfen den Schwestern durch Arbeit und Geld.

Als großer Spender und Wohltäter erwies sich Franz Xaver Bittner, der den Schwestern oftmals finanzielle Hilfestellung leistete.

1908 schlug der Blitz in das "Kloster" ein, wobei jedoch nur geringer Sachschaden entstand.

1911 erhielten die Schwestern die Stelle einer Handarbeitslehrerin in der Volksschule Riedau, was die finanzielle Lage etwas verbesserte. Schwester Henriette (Schwarzmüller - "Engel von Riedau") hatte diese Stelle bis 1938 inne.

Da das Haus Nr. 57 in der Klostergasse schon sehr baufällig war, tauschten die Schwestern mit Herrn Bittner, der ein Haus in Riedau 96 besaß. Nach dessen Tod 1917 wurde im März d.J. der Tausch durchgeführt.

Die Schwestern gingen gleich an den Umbau. Schwester Veronika (Pötzl) als Oberin, Schwester Eugenie (Stifer) als Kindergärtnerin und Schwester Henriette (Schwarzmüller) als Handarbeitslehrerin leisteten fast Unmenschliches. Es gelang ihnen, bereits am 7. September 1918 das Haus zu beziehen.

1926 kleideten die Schwestern Kindergartenbuben als Aloisiusbuben ein. Die Kosten für die Bekleidung trugen teilweise Eltern und Wohltäter.

Nicht unerwähnt sei, dass sich die Schwestern auch der Armen und Kranken annahmen.

Im Kloster wurden bis Anfang 1990 von den Schwestern Handarbeiten erzeugt. 13 Pfarren wurden mit 200.000 Stück Hostien pro Jahr beliefert.

Das Jahr 1938 war auch für die Schwestern verhängnisvoll. Man nahm ihnen den Kindergarten weg; von der Kreisleitung der NSDAP wurden Kindergärtnerinnen eingesetzt. Die Schwestern mussten sich in den 1. Stock zurückziehen. Schwester Henriette, die 37 Jahre Handarbeitslehrerin in der Volksschule war, wurde ihres Amtes enthoben.

1945 hatten die Schwestern kurze Einquartierungen von Flüchtlingen zu verzeichnen. Amerikanische Soldaten gaben ihnen das Haus un den Kindergarten zurück. Schwester Henriette wurde bis 1946 wieder als Handarbeitslehrerin eingesetzt.

Erst 1961 erhielten die Schwestern wieder die Stell der Handarbeitslehrerin. Schwester Isabella (Maria Hutterer) übernahm an den Volksschulen Riedau, Zell an der Pram und Blümling diese Aufgabe.

Im Jahre 1960 wurde der Orden Tertiarschwestern in Marienschwestern umbenannt.

1962/1963 erfolgten Umbauten am Gebäude. Da aber das Gebäude im Laufe der Zeit baufällig geworden war und die Räumlichkeiten nicht mehr den Anforderungen entsprachen, entschloß man sich zu einem Neubau, der 1971 fertiggestellt wurde. Die Gesamtbaukosten beliefen sich auf 2 Mio. Schilling. Die Gemeinde übernahm für den Zinsendienst ein Darlehen von 1 Million. Die OÖ. Landesregierung überwies im Herbst 1971 den Schwestern 500.000 Schilling.

Der Kindergarten wurde in zwei Gruppen bis 2003 geführt.

1977 wurde die Hauskapelle gestaltet. Das Mutterhaus überbrachte Tabernakel, Meßkelch, Kerzenständer und das "Ewige Licht". Pfarrer Wenzel Szili segnete die Kapelle am 22. Februar 1977. Seit dieser Zeit darf in der Kapelle Messe gelesen werden, Gottesdienstbesucher haben freien Zugang.

1983 bekamen die Kinder einheitlich blaue Kleider, die sie bei kirchlichen Festen und Feierlichkeiten tragen.

2004 wurde beschlossen, dass sich die Marienschwestern aus Riedau zurückziehen und den Kindergarten nicht mehr weiterführen.

Seit 2004 wird der Kindergarten von der Caritas Linz geleitet. Das Gebäude ist noch im Besitz der Marienschwestern.

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